SPD-Landtagsabgeordnete Petra Elsner kritisiert die Äußerungen der CDU

Eine sehr schlagfertige Entgegnung auf die Äußerungen zweier MdLs der CDU aus dem Ahrkreis zum Thema „Sitzenbleiben“, der wir uns nur anxchließen können!

Mitteilung unserer Landtagsabgeordneten Petra Elsner:

Es geht nicht um Profifußballer, es geht um Kinder!

SPD-Landtagsabgeordnete Petra Elsner kritisiert die Äußerungen der CDU-MdLs Gies und Ernst zur aktuellen Schulpolitik
„Es ist einfach unglaublich und empörend, dass die CDU-Mdls Gies und Ernst Schülerinnen und Schülern, die in der Schule Schwierigkeiten haben, pauschal, unqualifiziert und frei von jeder Sachkenntnis unterstellen, dass sie Faulenzer seien: „Alle, die sich nicht anstrengen wollen, sind in Rheinland-Pfalz herzlich willkommen“, so Gies und Ernst in ihrem diskriminierenden und unverantwortlichem Urteil über 1, 8 Prozent der Schülerinnen und Schüler in unserem Bundesland, die von Klassenwiederholungen betroffen sind. Man muss sich fragen, von welchem Menschen- und Gesellschaftsbild diese Herren geleitet werden, wenn sie mit solchen Diffamierungen auf einen geplanten rheinland-pfälzischen Modellversuch reagieren, der prüfen will, wie mit mehr individueller Förderung die Schwächen minimiert werden und ein Sitzenbleiben überflüssig wird“, so die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Elsner. „Mit dem Schulversuch soll nur ausgelotet werden, ob der Verzicht auf eine Klassenwiederholung für die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler vorteilhaft ist oder nicht.“
„Zudem ist der angestellte Vergleich der Institution Schule mit der Fußball-Bundesliga unsäglich. Wir schicken unsere Kinder in die Schule, damit sie Wissen vermittelt bekommen und ihre soziale Kompetenz gestärkt wird. In diesem Zusammenhang Schule nur auf Wettkampf, Aufstieg und Abstieg zu reduzieren, ist erschreckend und lässt tief blicken“, so Elsner.
„In den allermeisten Ländern West- und Nordeuropas gibt es kein Sitzenbleiben. Auch in einigen Bundesländern laufen diese Versuche oder sollen bald gestartet werden. Es ist daher keineswegs Ausdruck von „Ideologie“, wenn wir uns die Frage stellen, weshalb andere Länder kein Sitzenbleiben kennen und wir daher in Rheinland-Pfalz die Wirksamkeit dieses Instruments überprüfen. Sachlich, auf pädagogischen Erkenntnissen basierend und frei von ideologischen Vorgaben.
Man muss wissen, dass laut einer Studie der renommierten Bertelsmannstiftung bundesweit durch „Sitzenbleiben“ jährlich Kosten von 1 Milliarde Euro entstehen. Aber viel wesentlicher ist, dass laut dieser Untersuchung ein Wiederholen der Klasse keine Verbesserung der schulischen Leistungen bewirkt.

Alle namhaften Wissenschaftler sind sich einig, dass “Sitzenbleiben“ für die meisten Schülerinnen und Schüler nur Nachteile bringt. Auch für die betroffenen Klassen gibt es im neuen Schuljahr keine Vorteile, wenn ein Schwächerer nicht versetzt wird. Daher ist es sehr sinnvoll, einen Modellversuch zu starten.
Perspektivisches Ziel ist es, durch entsprechende individuelle Förderung ein „Sitzenbleiben“ überflüssig zu machen. Das dies sich nicht von heute auf morgen verwirklichen lässt, ist selbstverständlich“, so Elsner.

 

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